top of page

Plot-Quickie: Tod (oder: wie wir unsere Figuren richtig sterben lassen)

  • asw
  • vor 6 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Der Tod einer Figur im Roman kann alle möglichen Reaktionen auslösen: Überraschung, Schock, Trauer, aber auch Befriedigung oder Erleichterung. Damit der Tod unserer Figuren aber weder lächerlich noch langweilig wirkt, muss er zur Geschichte, zum Genre und zu den Charakteren passen. Und das ist gar nicht so leicht, denn hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.


Wenn eine Figur stirbt, dann sollte das einen guten Grund haben, der zur Handlung passt. Werden Figuren einfach nur für den Effekt gemeuchelt, kann das bei den Leser:innen schnell zu Enttäuschung oder Frust führen. Schließlich ist so ein Figurentod in der Regel schmerzhaft, wenn es sich nicht gerade um den Bösewicht handelt (und selbst dann kann er unter gewissen Umständen weh tun).

Auch der Zeitpunkt des Todes sollte dramaturgisch sinnvoll gewählt werden, denn es macht einen großen Unterschied, ob eine Figur ganz am Anfang stirbt, wo die Leser:innen noch nicht viel Zeit hatten, sie kennenzulernen, oder am Ende zum Showdown, wenn die Figur schon durch den gesamten Roman begleitet wurde. Am Anfang der Geschichte kann ein Tod die Handlung ins Rollen bringen, am Ende den Showdown abschließen. Wobei es natürlich auch dazwischen immer wieder Todesfälle geben kann - wenn sie sinnvoll sind.


Die Art des Todes sollte zur Figur passen und richtig dargestellt werden. Unplausible Zusammenhänge oder falsche Details werfen aus dem Lesefluss und verhindern möglicherweise, dass die Leser:innen dem Tod der Figur mit der gewünschten emotionalen Reaktion begegnen. Dabei sollte Art und Detailtiefe natürlich zum Genre und zur Zielgruppe passen, insbesondere was das Alter angeht.

Mehr zum Plotmuster Tod gibt es in der Quickie-Folge zum Thema: Der passende Tod für die Figur - Sterben und Sterben lassen im Roman.

 
 
 

Ähnliche Beiträge

Alle ansehen

Kommentare


bottom of page